WildsauSEO - Die Abenteuergeschichte einer Wildsau namens SEO

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I. Die Verbannung von WildsauSEO

Es war ein frischer Morgen Anfang Juni. Die Wildsau Seo erwachte aus einem glücklichen Traum. Seo träumte von besseren Zeiten. Er und Hilde waren ein Paar und hatten vier entzückende Kinder. Sie kümmerte sich um den Aufzug der Jungen, Seo suchte nach Nahrung. Die Buchen trugen genügend Eicheln und es ging ihnen gut. Die Wildsau SEO lächelte im Traum und grunzte vergnügt.

 

WildsauSEO

Langsam und zögerlich wachte Seo aus diesem Traum auf. Durch das Blätterdach drängte sich die Sonne hindurch. Die Wildsauseo wollte sich noch nicht aus diesem Traum befreien und blieb liegen. Sie lag in einem Bett aus Blättern und fühlte sich richtig wohl.
Jemand schubste die Wildsau unsanft an. Es war Seos Mutter. Erst nach wenigen Minuten begriff Seo, dass es nur ein Traum war. Seine geträumte Partnerin war nicht bei ihm, sondern sie war immer noch mit einem Kerl, dessen Namen Seo nicht einmal kannte zusammen. Sicherlich hatten sie jetzt schon ihr eigenes Rudel und ein Dutzend Kinder.
„Dein Vater ist gerade auf Nahrungssuche, es ist besser, du verschwindest so schnell als möglich!“ Seine Mutter sprach diese Worte und ihr grausamer Sinn wurde der Wildsauseo erst langsam bewusst. Und jetzt fiel SEO wieder alles ein. Gestern Abend hatte es Streit gegeben. Mit seinem Vater, wie immer. Er wollte SEO nicht länger durchfüttern. Er musste jeden Tag Eicheln, Würmer und andere essbare Dinge nach Hause bringen und Seo beteiligte sich nicht daran. Sein Vater hatte ihn wütend aufgefordert, das Rudel zu verlassen und sich endlich eine Frau zu suchen. Er wollte nicht, denn Seo wollte Hilde. Sie war die Frau, mit der er gerne zusammen alt geworden wäre. Doch sie hatte einen anderen genommen und war jetzt schon weit fort. Wäre er ein richtiger Eber gewesen, dann hätte Seo um sie gekämpft. Aber das war er nicht. Seo war ein Feigling. Hildes Partner hatte richtige kräftige Hauer und bei solchen Kämpfen war schon mehrmals eine Wildsau ums Leben gekommen. Ältere Wildschweine musste früher oder später das Nest verlassen und sich ein eigenes Rudel aus eigenen Frischlingen aufbauen. Das war so üblich. Hilde wusste nicht einmal, welche Gefühle die Wildsau Seo für sie hegte. Die Wildsauseo nahm sich jeden Tag vor, ihr seine Liebe zu gestehen. Er schob es immer wieder auf, bis es zu spät war.

 

Gestern hatte die Wildsau Seo mit seinem Vater wieder eine ernste Aussprache. Sie endete damit, dass er fast auf Seo losgegangen wäre. Er hatte kräftige Zähne und es wäre sicherlich schlecht ausgegangen für ihn. Seine Mutter trat jedoch dazwischen und verhinderte einen Kampf. Es endete damit, dass sein Vater grunzend die Worte hervorstieß:
„Ich will die Wildsauseo morgen nicht mehr sehen!“ Seo dachte, dass er das nicht so ernst meinte und legte sich wie immer zum Schlafen hin.
Seo lag immer noch auf den Waldboden und hoffte inständig, dass seine Mutter ihn in Ruhe ließe.

 

Doch sie stupste ihn mehrmals an und mit jeder Bewegung wurden die Stöße heftiger.
„Du musst weg. Vater war richtig sauer. Vielleicht bringt er dich das nächste Mal um!“
„Er ist nicht mein Vater!“, murmelte Seo im Halbschlaf und drehte sich zur Seite.
„Gut, dass er das nicht gehört hat. Du weißt, wie empfindlich er darauf reagiert!“
„Aber es ist die Wahrheit.“
Seo war jetzt wach geworden und stand langsam auf.
„Es war dein Vater, der uns verlassen hat. Ich musste dich ernähren und allein hätte ich das nie geschafft. Kurt hat uns eine Familie gegeben und ernährt uns.“
Ja, und er war kräftig, grob und auf der Suche nach immer neuen Liebesabenteuern. Seo konnte er vom ersten Tag nicht ausstehen. Er wollte, dass die Wildsau endlich das Nest verließ. Doch er dachte nicht daran, sich eine Frau zu nehmen und ein eigenes Rudel zu gründen. Es war üblich, dass eine erwachsene Wildsau irgendwann das Rudel verließ und seine eigenen Wege ging. Viele waren Einzelgänger. Sie wollten keine Familie oder sie hatten einfach nicht das Glück, eine passende Partnerin zu finden. Oft gab es Kämpfe um die Frauen und die Wildsau Seo fürchtete nichts so sehr als bei einem Kampf verletzt zu werden. Mehrmals schon hatte Seo in der Vergangenheit gedacht, dass er jetzt die passende Gefährtin gefunden hatte. Doch immer wieder kam etwas dazwischen. Hilde hatte er an einen wilden Eber verloren, der viel schwerer und bedeutend größer als Seo war. Er wollte sich gar nicht auf einen Kampf einlassen und überließ ihn einfach Hilde. Nun hatten sie sicherlich schon viele Kinder von ihm.
Die Wildsau Seo hörte ein rascheln im Gebüsch.
„Beil dich, das ist dein Vater, Stiefvater!“, drängte seine Mutter. „Wenn er dich hier noch findet, dann weiß ich nicht, was geschieht!“
„Bekomme ich kein Frühstück?“ Seo wollte den Moment des Abschieds noch ein wenig hinauszögern. Aber die Zeit drängte. Es war in der Tat sein Stiefvater, der sich näherte und er würde ihn unsanfter als seine Mutter vertreiben. An ein Frühstück war in dieser Situation nicht mehr zu denken. Was sollte nun aus der Wildsauseo werden? Seo wusste es nicht. Er wusste nur, dass er hier nicht bleiben konnte. Also rappelte sich die Wildsauseo auf, rieb sich noch kurz an seiner Mutter und verließ das elterliche Nest. Von seinen Stiefgeschwistern mochte er sich nicht verabschieden. Sie mochten ihn nicht und er mochte sie auch nicht besonders. Sie würden froh sein, wenn der lästige Esser endlich das Weite gesucht hatte.

II. Eine verhängnisvolle Begegnung

Schon nach kurzer Zeit befand sich die Wildsauseo in einem tiefen Wald und kämpfte sich mühsam durch das Gebüsch. Seine dichten Borsten machten das Fortkommen nicht gerade leichter. Die Wildsau dachte daran, wie sein Vater die Familie verlassen hatte. Es war ein herrlicher Tag gewesen. Die Sonne schien und alles war in Ordnung. Sein Vater hatte seine Mutter und die Wildsauseo geliebt. Zumindest sah es so aus. Eines Tages war die Wildsau nicht mehr nach Hause zurückgekehrt und die Wildsau Seo und seine Mutter mussten sich allein durchschlagen. Das ging mehr recht als schlecht. Die Wildsauseo war nicht besonders geschickt im Finden von Eicheln und Würmer im Boden des Waldes. Doch bald trat Kurt in das Leben seiner Mutter und es wurde leichter. Nicht aber für Wildsauseo. Für jede Wildsau war es schwer, wenn sich seine Mutter einen neuen Partner suchte. Aber für Seo war es besonders schlimm. Die neue Wildsau an der Seite seiner Mutter hatte von Anfang an was gegen ihn. Er war eifersüchtig und wollte die Wildsau möglichst schnell loswerden. Immer wieder tauchten Bilder von Streitigkeiten auf und dann auch, wie die neue Wildsau und seine Mutter sich geliebt hatten. Der Wald verbarg nur wenig vor ihm.

Die Wildsauseo hörte plötzlich ein Geräusch über sich. Es war Max, ein Rabe, der langsam nach unten flügelte. Ohne dass er es merkte, hatte die Wildsau Seo eine Lichtung erreicht. Es war noch nicht richtig Tag, so war ihr der Wechsel gar nicht aufgefallen. Wie leichtsinnig von ihm. Wenn ihn ein Wolf oder gar ein Mensch gesehen hätte, wäre es um ihn geschehen gewesen. Zwei seiner Brüder (seiner richtigen Brüder) und eine Schwester hatte er durch einen Menschen verloren. einen weiteren Bruder durch den Wolf. Für eine Wildsau war das Leben im Wald gefährlich. Die Wildsauseo war jetzt zwei Jahre alt. Für eine Wildsau ein gutes Alter, denn eine Wildsau wurden selten mehr als fünf oder sechs Jahre alt.

„Hallo Wildsau, was machst du so weit weg von deinem Rudel? Oder schlägst du dich in Zukunft allein durch?“
„Nenn mich nicht Wildsau. Mein Name ist Seo!“
„Also gut, Wildsau Seo. Was treibt dich in meine Gegend.“
„Das ist meine Sache!“
„Auch gut, Wildsauseo!“. Er sprach den Namen der Wildsau schnell aus, so als wären Wildsau und Seo ein einziges Wort. Das gefiel der Wildsau noch weniger. Doch die Wildsau Seo sagte nichts. Die Wildsauseo unterhielt sich sehr selten mit einem Raben, denn die Vögel hatten mit Säuen normalerweise wenig zu tun. So dachte die Wildsau Seo auf jeden Fall.
Der Rabe plapperte sofort weiter.

„Ich mache dir einen Vorschlag, Wildsau Seo. Ich kenne ein Rudel, das hat einen großen Vorrat an Eicheln, Würmern und anderen Leckereien. Du musst dich nicht selbst darum zu kümmern und könntest schlemmen wie bei deiner Mutter, die dich ja verstoßen hat.“ Die Wildsauseo fragte sich, woher der Rabe das wusste. Der Wildsauseo fiel keine Erklärung ein. Es war auch wenig Zeit, denn der Rabe redete sofort weiter.
„Ich gehöre einer Geheimorganisation an, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Tiere des Waldes vor den Menschen zu schützen.“
Plötzlich bekam Seo Angst und wünschte sich, er wäre Max dem Raben niemals begegnet. Vor den Menschen hatte Seo Respekt. Zu viele waren durch diese Bestien schon umgekommen. Wenn Sie eine Wildsau sahen, gab es oft ein lautes Geräusch, die Wildsau blutet und fiel tot zu Boden. Nein, mit einem Menschen wollte sich die Wildsauseo sicherlich nicht anlegen. Die Wildsau Seo wollte so schnell als möglich die Flucht ergreifen.
„Ungefähr einen halben Tagesmarsch von hier befindet sich ein Rudel. Es besteht nicht nur aus einer Familie, sondern die Tochter ist auch beim Rudel geblieben. Du kannst dich dort einschleichen und für uns Informationen einholen. Vermutlich ist der Gefährte der jüngeren Tochter ein Spion für die Menschen.“
„Ich verstehe nicht?“
„Ach, Wildsau Seo, du weißt wirklich überhaupt nichts. Es ist doch bekannt, dass es immer wieder Wildschweine gibt, die für die Menschen arbeiten und uns ausspionieren. Sie hoffen, dass sie dann von den Menschen verschont werden. Das ist leider eine trügerische Hoffnung.
„Aber die werden mich doch nicht aufnehmen. Ich kenne sie gar nicht und sie kennen mich nicht!“
„Doch, du kennst die Tochter. Du warst einmal scharf auf sie!“
„Wie?“
„Ja, es ist Hilde“
Nun war es an der Wildsau Seo ein wenig blöd zu schauen.
„Woher weißt du…“, stammelte Seo.
„Ach weißt du, Wildsauseo. Es ist unsere Aufgabe, über alle Vorgänge im Wald Bescheid zu wissen. Du hast aber den Vorteil, dass ihr Partner nichts von dir weiß.
„Aber Hilde könnte mich verraten!“
„Sie wird sagen, dass sie dich kennt, ja. Aber dass du sie als Gefährtin wolltest, davon weiß sie nichts. Das wissen nur du und ich! Also gut, ich lüfte das Geheimnis, Wildsau. Ich beobachte dich schon eine Weile und habe gesehen, wie du um Hilde immer herumgeschlichen bist. Ihr aber zu sagen, dass du sie willst, dazu warst du zu feige.
Das war die Erklärung. Natürlich, Raben die heimlichen Spione des Waldes. Bei den Gedanken an Hilde hatten sich seine Borsten aufgerichtet. Er zitterte vor Begierde und wollte die hübsche Wildsau ganz allein für sich haben.
„Wo ist das Rudel?“
„Ich werde dich führen!“
So zog das ungleiche Paar durch den Wald. Die Wildsauseo kam fast nicht hinterher, denn der Rabe flog sehr schnell. Immer wieder verloren sie sich aus den Augen und die Wildsau Seo hatte schon Angst, sie hätten sich verlaufen. Da kam der Rabe zurück und führte ihn erneut. Immer näher kamen sie zu Hilde.
Plötzlich tat sich eine Lichtung vor sich auf.
„Hier muss ich dich verlassen. Hinter der nächsten Biegung ist das Rudel. Komm jeden Abend an diese Stelle, genau wenn die Sonne untergeht. Dann kannst du mir berichten, was du in Erfahrung gebracht hast. Ich zeige dir dann auch die Vorräte, mit denen du dein neues Rudel mit Fressen versorgen kannst.

III. Der Zweikampf

Es war Hilde, welche die Wildsauseo zunächst bemerkte. ein sanftes Lächeln spielte um ihr Gesicht, als sie die Wildsau Seo entdeckte.
„Hallo Seo, schön dich zu sehen.“
„Was macht die Wildsau hier, die gehört nicht hierher!“
„Lass ihn Franz, ich kenne sie von früher. Die Wildsau ist in Ordnung!“
„Du bist also die Wildsau Seo. Was treibt dich in unsere Gegend?“
Seo hatte sich auf diese Frage gar nicht vorbereitet und ihm fiel momentan nichts ein. In seiner Not beschloss die Wildsauseo es einfach teilweise mit der Wahrheit zu versuchen. Seo erzählte Franz, Hilde und dem Rest des Rudels die Geschichte, wie die Wildsau Seo von der Mutter und ihrem Stiefvater vertrieben wurde. Jetzt suche er Anschluss, denn allein wollte er nicht leben.

„Du weißt genau, dass es nicht üblich ist, eine Wildsau von einem anderen Rudel aufzunehmen!“
Es war die Mutter von Hilde, die so sprach. Sie hatte recht und Seo konnte nur einen Trumpf ausspielen.
„Ich habe Vorräte. Nicht weit von hier. Ich könnte ein wenig zu eurer Ernährung beisteuern. Dann bleibt euch mehr Zeit für schönere Dinge!“
Bei seinen letzten Worten blickte die Wildsauseo zu Franz und Hilde. Ihre Gedanken waren förmlich zum Greifen. Die Wildsau Seo wollte sich das gar nicht näher in der Fantasie ausmalen.
Die alte Bache überlegte eine kurze Zeit.
„Wenn das mit den Vorräten stimmt, kannst du bleiben. Wir haben wirklich nicht genügend zu fressen. Wir wollten schon Franz und Hilde vertreiben. Das bringen wir aber nicht übers Herz.“
Die Wildsauseo atmete innerlich auf. Seo hatte es geschafft in ein fremdes Rudel aufgenommen zu werden. Das war vor allem in den momentan schwierigen Zeiten eine Seltenheit.
Seo wollte sich ausruhen, denn schließlich hatte er einen langen Weg vor sich.
„Wo sind denn nun deine Vorräte, Wildsau Seo, die du uns versprochen hast?“ sprach die alte Bache. Die Wildsau Seo wusste das selbst nicht. Seo musste den Raben finden, denn nur er kannte die Stelle. Es war aber längst noch nicht Abend. So versuchte sich Seo herauszureden.
„Am Abend hole ich die erste Lieferung!“

Die Wildsauseo befürchtete schon Schwierigkeiten, doch die Bache ging zu seiner Freude darauf ein.
Da es bis zum Abend noch einige Stunden waren, machte sich das Rudel daran, Eicheln und Würmer in der Erde zu suchen. Franz und Hilde zogen zwar allein fort, doch sie entfernten sich bald voneinander. Auch die Wildsauseo beteiligte sich daran, doch die Wildsau Seo fand nur wenig Nahrung. Seo hatte einfach kein Talent dazu. Außerdem hatte die Wildsau nur Augen für eine andere Wildsau, nämlich für Hilde. Während sich die Wildsau Franz immer weiter von seiner Partnerin entfernt, kam die Wildsauseo wie zufällig immer näher. Bald waren sie sich so nahe, dass sich ein aufregendes Gespräch entspannte. die Wildsauseo machte Hilde Komplimente über ihre glänzenden Borsten und ihre wohlgeformte Schnauze. Das gefiel ihr und so rückten sie bei der Suche immer näher zusammen. die Zeit und Franz hatten sie dabei vollkommen vergessen. Plötzlich war er hinter ihnen.

„Was macht ihr beiden da!“
„Äh, wir wollen nur, wir sammeln, wir…!“ Das Stammeln der Wildsauseo war ein zu deutliches Schuldeingeständnis. Seine wahren Absichten standen der Wildsau Seo so deutlich ins Gesicht geschrieben als hätte Franz sie in flagranti ertappt.
Drohend kam Franz näher. Die Wildsau Seo wollte ein Stück zurückweichen, doch irgendetwas hielt sie zurück. Sonst ein Feigling, gab der Gedanke an die Liebe zu Hilde seo neue Kraft. Da schlug Franz zu. Seine Hauer trafen in die Seite und er fühlte, wie das Blut aus einer tiefen Wunde floss. Der Schmerz gab ihn Kraft und er schlug zurück. Franz wurde zurückgedrängt. Er hatte wohl nicht mit einem solchen Widerstand gerechnet. Die Wildsau Seo fühlte, dass er Übermacht bekam und wollte möglichst schnell den Sieg erringen. Die Wildsau Franz hatte sich aber bald gefangen und begann jetzt ihrerseits mit heftigen Attacken. Seo wurde wieder stärker zurückgetrieben und fürchtete bald um sein Leben. Das gab ihm Kraft und die Wildsauseo gewann langsam wieder an Boden. Bald wälzten sich die beiden Tiere im Dreck und sie waren vor Staub bald nicht mehr zu sehen. Es war mittlerweile ein Kampf auf Augenhöhe und niemand hätte voraussagen können, wie der Kampf endete. Möglicherweise wären die Wildsau Franz und die Wildsau Seo beide auf der Strecke geblieben. Plötzlich merkten beide Tiere, dass sich eine weitere Wildsau in den Kampf einmischte. Es war die alte Bache, welche die beiden Kämpfenden auseinandertrieb. Sie hatte eine erstaunliche Kraft. Trotzdem wollten beide sofort wieder aufeinander losgehen. Sie warf sich aber dazwischen und verhinderte, dass sie den Kampf fortsetzten. In einem Wildsau Rudel haben immer die Bachen das Sagen und so wurden die beiden Streithähne sofort zurechtgewiesen. Der Bache ging es nicht um den Kampf, das war ihr gleichgültig. allerdings fürchtete sie um die Vorräte, die die Wildsauseo versprochen hatte. Seo hätte bei dem Kampf leicht getötet werden könnten und das wollte die Bache verhindern. Seo wich zurück und leckte sich seine Wunden. Er konnte sich kaum mehr auf den Beinen halten. doch die Zeit war knapp. Schon ging die Sonne unter und es war Zeit , sich mit dem Raben zu treffen.

Die Wildsau Seo hatte noch ungefähr eine Stunde bis zum Sonnenuntergang. Wenig genug, um sich von dem Kampf zu erholen. die einzige Genugtuung war, dass es der Wildsau Franz auch nicht besser ging. Schnell verging die Zeit und die alte Bache wurde nicht müde, Seo an sein Versprechen zu erinnern.

IV. Verfolgung durch die Nacht

Es wurde dunkle und Seo hatte Mühe, den Weg zurück zu finden. Es durfte ihn niemand begleiten, dass hatte Seo der alten Bache klar gemacht. Die Wildsauseo sah sich trotzdem immer wieder um, ob sie von Franz oder einem anderen Mitglied des Rudels verfolgt wurde. Aber Seo sah nichts. Er musste einige Zeit warten, ehe der Rabe Max sich an einen Ast ganz in der Nähe niederließ.

„Ich dachte schon, du kommst nicht mehr. Deine Vorräte sind der einzige Grund, warum man mich noch nicht aus dem Rudel verstoßen hatte“, sprach Seo.
„Ich weiß!“, antwortete Max. Seo hatte den unangenehmen Gedanken, dass Max auch die Szenen im Rudel der alten Bache genau beobachtet hatte und auch über den Kampf bestens Bescheid wusste.

„Gut, ich führe dich zu den Lebensmitteln!“ Wieder flog der Rabe voran und bald erreichten sie eine Höhle, in der die Eicheln aufbewahrt wurden. Gemeinsam schleppten sie einige Dinge nach draußen zu einem Platz, der weit genug von der Höhle entfernt war. Nun konnte die Wildsauseo sie zu diesem Versteck führen, ohne dass jemand das ganze Lager erraten konnte. das durfte nicht geschehen, denn wenn sie erst einmal wussten, wo sich die Lebensmittel befanden, brauchten sie Seo nicht mehr und der ganze Plan war gefährdet.
Die Wildsau zeigte den anderen Schweinen die Lebensmittel. Sie aßen zu Abend und legten sich schlafen. Franz bot sich an, wache zu halten. Doch auch Seo konnte nciht schlafen, denn er ahnte, dass in der Nacht noch etwas geschehen konnte. Er atmete möglichst gleichmäßig, sodass Franz annehmen konnte, dass er schlief. Das war natürlich nicht der Fall. Ganz im Gegenteil. Seo war sogar hellwach und zwang sich, auf gar keinen Fall einzuschlafen. Plötzlich merkte er, dass sich Franz immer weiter von der Herde entfernte. Die Wildsauseo rappelte sich auf und folgte ihm langsam nach.
Was jetzt folgte war eine Verfolgungsjagd, die Seo an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit führte. Vom Kampf mit Franz noch geschwächt, musst er von der Wildsau ausreichend Abstand halten, um nicht gesehen zu werden.
Nach ungefähr einer halben Stunde erreichten Sie den Rand des Waldes. Dort wartete Franz ungefähr eine viertel Stunde. Plötzlich näherten sich Schritte. Es war eine große, lange Gestalt, die sich näherte. Die Wildsau Seo sah, dass es sich um einen Menschen handelte. Die Wildsauseo begann zu zittern. wie jede Wildsau hatte auch Seo große Angst vor den Menschen. Noch bedrohlicher wirkte die Figur durch den Stock, den sie bei sich hatte. Die Wildsau Seo wusste, dass es sich dabei um die Waffe handelte, die schon so viele seiner Verwandten und Freunde getötet hatte. Trotz seiner Frucht kam die Wildsau immer näher an die Gesprächspartner heran. Er musste belauschen, was sie miteinander redeten. Er konnte nur Teile des Gesprächs verstehen, doch die paar Fetzen sorgten dafür, dass der Wildsauseo das Blut in den Adern förmlich gefror.

Am nächsten Tag sollte eine große Treibjagd stattfinden. Franz soll die Bache zu einer Nahrungssuche im benachbarten Wald überreden. dort sollten dann die Jäger auf die Herde lauern und das gesamte Rudel töten.
Seo fragte sich, was wohl mit Hilde geschehen sollte. doch auch sie sollte nicht verschont werden. Soweit war es also mit der Liebe zwischen Franz und Hilde. Er hätte ihr wirklich einen besseren Instinkt zugetraut.
Franz machte sich auf den Weg nach Hause. Seo folgte ihm langsam nach. In seinem Kopf wirbelten die Gedanken. Er machte sich weniger Sorgen um den Rest des Rudels, dieser waren der Wildsau ziemlich egal. Doch wie konnte er Hilde retten? Nein, das funktionierte nicht. Schließlich musste er auch an den Rest des Rudels denken. Diese verdienten es, gerettet zu werden, schon wegen Hilde. Außer Franz natürlich. Was mit dem Verräter geschah, war ihm momentan vollkommen gleichgültig.

V. Ein Wettlauf auf Leben und Tod

Als die Wildsau Seo wieder im Lager angekommen war und im taunassen Gras lag, hatte er immer noch keine Lösung gefunden. Er zerbrach sich den Kopf, doch der Wildsau fiel keine Lösung ein. Ein großer Denker war Seo nie gewesen und das rächte sich jetzt. Irgendwann schlief die Wildsauseo ein und erwachte, leider hatten sich bis dahin schon die Dinge weiterentwickelt.

Jemand stupste die Wildsau Seo unsanft aus dem Schlaf. Er dachte zuerst, es sei seine Mutter und er erinnerte sich an das unangenehme Erlebnis am Tag davor. Aber es war die alte Bache.
„Du kannst verschwinden. Wir brauchen deine Vorräte nicht mehr!“
Seo war noch zu schlaftrunken, um ganz zu begreifen, was geschehen war.
„Franz hat in einer anderen Waldgegend viel Futter für uns gefunden. Er führt uns jetzt dahin!“
„Aber das ist eine Falle!“
„Was sagst du da?“
Ohne recht zu überlegen, sprudelte es aus der Wildsau Seo heraus. Er erzählte alles, was er wusste und betonte ständig, dass die Wildsau Franz ein Verräter sei. Natürlich hatte die Wildsauseo damit keinen Erfolg.
„Erzähle nicht solchen Unsinn. Warum sollte die Wildsau Franz uns verraten? Das ergibt doch keinen Sinn!“

Selbst Hilde, die der Wildsau Seo immer noch freundlich gesinnt war, begann jetzt an ihm zu Zweifeln. Als Franz das hörte, ging er erneut drohend auf ihn zu. Die Wildsauseo fürchtete, dass es zu einem neuen Kampf kommen würde. Jetzt hatte die alte Bache keinen Grund mehr, sich einzumischen. Sie brauchten seine Lebensmittel nicht mehr. Das war sogar auf eine fürchterliche Weise war. Die Wildsau Seo sah für den Augenblick nur eine Rettung. Er musste fliehen. so trat er den Rückzug an und verschwand im Dickicht. Die Wildsau Franz verfolgte ihn nicht weiter.
Die Wildsauseo wusste, dass das gesamte Rudel in Lebensgefahr schwebte, doch er konnte ihnen nicht helfen. Sie würden sich auf den Weg zur Falle machen und alle würden sterben. Nur Franz hatte eine Chance, das Massaker zu überleben.
In seiner Verzweiflung lief er zurück zum Treffpunkt mit Max. Dieser war natürlich nicht da. Er lief im Kreis und wartete. Max schien doch seine Augen und Ohren überall zu haben. vielleicht hatte er auch von der Misere etwas mitbekommen. In der Tat hörte er nach wenigen Minuten das Flattern von Flügeln.

„Ein schöner Schlamassel ist das!“, begann Max.
„Halt keine langen Reden. Was können wir tun. Hilde ist in Lebensgefahr!“
„Du denkst natürlich nur an Hilde, verliebte Wildsauseo. Ich fürchte, deine Freundin ist verloren. Du hättest überzeugender sein müssen“
„Aber es muss doch einen Weg geben, sie zu retten“
Der Rabe Max überlegte lange, während er von der Wildsau Seo ständig gedrängt wurde. Mittlerweile musste das Rudel schon auf den Weg in ihr Verderben sein.
„Ich wüsste da vielleicht einen Weg“, sagte Max plötzlich und die Wildsau hob voller Hoffnung den Kopf.
„Ich habe jetzt keine lange Zeit für Erklärungen!“ Der Rabe sprachs und flog davon. Die Wildsau Seo blieb mit offener Schnauze zurück. Es verging eine quälende viertel Stunde. Die Wildsauseo ging ständig auf und ab, wälzte sich zwischendurch ein wenig im Dreck, um die Nervosität abzubauen.

Plötzlich tauchte Max wieder auf. Doch er war nicht allein. Die Wildsau sah eine ganze Reihe von stattlichen Vögeln. In erster Linie Raben. Sie flogen los, um das Rudel doch noch irgendwie vor dem sicheren Verderben zu retten. Die Wildsauseo Seo wusste ungefähr, wo sich der Treffpunkt befand und machte sich allein dorthin auf den Weg. Er rechnete nicht damit, dass er vor den Vögeln bei dem Rudel ankommen würde. Er lief als wäre der Teufel hinter der Wildsau her. Er war ganz außer Atem, als er das Rudel vor sich sah. Gott sei Dank, sie waren alle noch am Leben. Langsam folgte er ihnen. Sie mussten ganz nahe am Ziel sein. Die Wildsau Franz führte sie auf eine Lichtung. Normalerweise hätte jetzt die alte Bache zur Vorsicht mahnen sollen, doch sie vertraute Franz scheinbar vollkommen.
Sie waren jetzt auf offenem Gelände. Wie eine Zielscheibe standen sie dort.
„Wo sind jetzt die Vorräte?“, fragte die alte Bache die Wildsau Franz. Die Wildsauseo sah, wie sich Franz langsam in Richtung Wald zurückzog. Seo war unvorsichtig und ging ein Stück aus dem Wald heraus. Er wollte Hilde retten, das war ihm momentan wichtiger als sein Leben.
Plötzlich hörte er Schüsse. Er spürte, wie die Kugeln durch die Luft flogen. Die Jäger schossen normalerweise sehr gut, doch diesmal gingen die Schüsse weit über den Köpfen der Tiere hinweg. Die Wildsau Seo vergaß alle Angst und rannte auf die Lichtung zu Hilde. Diese stand verstört dabei und sah zu, was um ihr herum geschah.
„Komm mit mir, schnell!“ Hilde überlegte nicht lange und folge Seo ins rettende Gebüsch.
„Hier bist du in Sicherheit“, sprach die Wildsauseo und zeigte ihr einen Platz, auf dem sie sich niederlassen sollten. Die Wildsau Seo wusste nicht, was geschehen war. Wieso hatten die Schützen nicht getroffen? Die Wildsau lief wieder zurück zur Lichtung und sah die anderen Tiere, die mittlerweile auch die Flucht in Richtung Wald angetreten hatten. Nur die Wildsau Franz stand noch in der Mitte und wusste nicht genau, was hier geschah. Erst nach längerer Zeit Begriff er, dass er damit quasi seine Schuld eingestand. So lief er auch in Richtung Wald, suchte aber Abstand zur Gruppe. Dass er der Verräter war, wussten die anderen ohnehin schon. Ihnen waren bestimmt die Worte von der Wildsauseo wieder eingefallen. Viel hatte er nicht mehr zu erwarten und so war es besser, die Flucht anzutreten.
Was die Wildsau allerdings nicht wusste war, dass die Wildsauseo ihm folgte. Schon bald hatte er die Sau eingeholt, umrundete sie im Wald und stelle sich ihr in den Weg.
„Du willst dich wohl der gerechten Strafe entziehen?“, sprach ihn Seo an.
Eine Erklärung erübrigte sich ohnehin und so versuchte die Wildsau Seo die Flucht. Zum Kampf hatte er jetzt keine Lust mehr. Er wollte nur noch weg. So leicht machte es ihm Seo aber nicht. Seo wollte die Wildsau, die seine Hilde in Gefahr gebracht hatte, nicht ungestraft davonkommen lassen.

„Wir können jetzt den Kampf von gestern Abend fortsetzen!“, sprach die Wildsau Seo. Nun sah keinen Ausweg mehr und stellte sich. Seo schien seit dem gestrigen Kampf einiges dazugelernt zu haben. Jeder hieb saß und schwächte Franz. Bald war klar, dass er den Kampf verlieren würde. Seo blieb nur noch die Flucht. Er lief so schnell in seine Hufe trugen und erreichte bald eine Lichtung. Seo hatte ihn fast eingeholt. Doch die Wildsau Franz schaffte es. Seo blieb am Waldrand stehen. Er wollte die Wildsau zwar gerne weiterverfolgen, doch die Angst vor Waldlichtungen war ihm in Fleisch und Blut übergegangen. Plötzlich krachte ein Schuss. Die Wildsauseo sah Franz wanken und zusammenbrechen. Ein Mensch mit einem rauchenden Stock lief auf die Lichtung, sah Franz liegen, hob ihn auf und trug ihn fort.
Seo drehte sich um und lief zurück zum Rudel. Er wollte sich erkundigen wie es Hilde ging. Unterwegs traf er Max.

„Was ist denn geschehen?“, fragte die Wildsau Seo den Vogel.
„Nun, es gab meiner Meinung nur eine Rettung. Ich habe meine Freunde geholt und haben die Jäger bei ihrer Arbeit gestört. Leider wurden dabei ein Vogel getötet und zwei verletzt. Wir sind ständig in ihrem Sichtfeld geflogen, sodass sie auf die Schweine nicht gut schießen können. So hat das Rudel überlebt.

„Bis auf Franz.“
„Ich habe es gesehen. Das war das einzige Wildschwein, dass den Tod fand, soviel ich weiß.“
Die Worte des Raben hatten die Angst der Wildsau Seo wieder geweckt und er lief schnell zur Lichtung zurück. Dort fand er die alte Bache und auch Hilde war da.
„Wo ist Franz?“, knurrte die alte Bache
„Tod!“, antworte die Wildsauseo knapp.
„Das geschieht ihm recht!“, antwortete die alte Bache
„Mutter?!“, rief Hilde.
„Ist ja gut, ist ja gut. Ich denke, ich muss mich bei dir entschuldigen. Du hattest mit Franz recht und ich unrecht!“
Die Wildsau Seo quittierte die Entschuldigung nur mit einem nicken und wandte sich Hilde zu.
„Weißt du, ich wollte dir immer schon etwas sagen.“
Hilde hob neugierig den Kopf und sah ihn an.
„Ich mag dich schon eine ganze Weile und ich würde mich gerne dir und eurem Rudel anschließen.“

Die Wildsauseo wartete ein oder zwei quälende Sekunden auf eine Antwort.
„Ich liebe dich auch schon lange. Da du aber nichts gesagt hast, habe ich mich für Franz entschieden. Ich würde gerne deine Partnerin sein.“
Jetzt fühlte sich die Wildsau wie im siebten Himmel. In der Welt einer Wildsau sind Beziehungen oft nicht von sehr langer Dauer. Doch die Wildsau war entschlossen, Hilde ein guter Lebenspartner zu sein und sie vor den Gefahren des Waldes zu schützen, so gut er konnte.

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